Sie sind Unternehmer oder Führungskraft und haben viel zu tun?

Häufig haben Sie vieles alles alleine gemacht und möchten nun gerne etwas zurückschrauben, das Leben mehr genießen, verschiedene Aufgaben an Mitarbeiter delegieren oder vielleicht haben Sie auch ein Team aufgebaut, damit Sie sich selbst, langsam aber sicher rausziehen können?

Ja, das war Ihr Plan, aber leider funktioniert er in der Realität nicht so richtig. Nicht selten müssen Sie trotzdem in letzter Minute eingreifen und Feuerwehr spielen, damit ein Deal, der quasi schon in trockenen Tüchern war nicht doch platzt. Oder das Team nicht wirklich seine Ziele erreicht. Eigentlich hätten Sie die Arbeit selbst schon schneller und besser durchgeführt.

Die Folge: Sie haben mehr Arbeit, höhere Kosten und gleichviel oder vielleicht sogar weniger Ertrag.

Ein bekanntes Problem – und wie Sie es beseitigen können

Immer wieder werde ich in meinen Coachings mit solchen Themen konfrontiert. Natürlich haben diese ganz unterschiedliche Ursachen. Meistens ist der Auslöser ein Ungleichgewicht in der Unternehmensstruktur, diese verborgene Störungsquelle kann einfach mit der Arbeit am Systembrett erkannt und aufgelöst werden.

Ein weiterer Grund, aus dem Führungskräfte mehr zu tun haben, als sie sich wünschen ist nicht selten der Ringelmann-Effekt, dieser wird nämlich sehr häufig unterschätzt oder sogar ganz vergessen.

Der französische Agraringenieur Maximilian Ringelmann untersuchte die Effizient der Arbeit von Pferde und Ochsen beim Ziehen von Lasten. Seine Versuche zeigten ihm, dass wenn er zwei Perde an eine Kutsche hängt, diese nicht mit der doppelten Lesitung, also 200% ziehen, sondern mit viel weniger.

Dieses Phänomen wurde in den siebziger Jahren von verschiedenen Psychologen mit Tauziehen und Rudern weiter erforscht und es zeigte sich, dass je größer die Gruppe wurde, die persönliche Leistung enorm nachließ.

D. h. wenn man davon ausgeht, dass 1 Person 100% Leistung brachte, verringerte sich diese bei 2 Personen pro Person auf 94%, bei 3 Personen verringerte sich die persönliche Leistung auf 85% und bei 8 Personen fiel die Leistung sogar auf 49% zurück.

Dieser Prozess findet aber völlig unbewusst statt, denn die Personen haben in einem anschließenden Gespräch behauptet: „Ich habe voll gezogen, mehr geht nich!

Einen ähnlichen Effekt können wir auch in Arbeitsgruppen in Unternehmen feststellen mit der zunehmenden Zahl der Gruppenmitglieder singt die Leistung des Einzelnen.

Dies hat nicht immer etwas mit Arbeitsunwilligkeit zu tun sondern oft mit folgenden Punkten:

  • Weniger Beachtung: Meine Leistung ist nicht gut genug oder geht in der Gesamtheit unter.
  • Harmonie: Die Anderen könnten meine Idee oder Einwand lächerlich finden. Ich schwimme lieber mit dem Strom und möchte nicht anecken. Ich brauche die Harmonie der Arbeitsfamilie.
  • Streitigkeiten: Wechselbeziehungen zwischen den Gruppenmitgliedern.
  • Sinkende persönliche Verantwortung: Die schaffen das auch ohne mich.
  • Kräftemessen: Unsichere Persönlichkeiten möchten ihr Wissen zeigen oder ihre Kritik äußern um sich selbst besser darzustellen. So entstehen häufig unnötige Diskussionen ohne klare Lösung und Streitigkeiten.

Damit für Ihre Teams in Zukunft nicht mehr das Motto zählt: „Toll ein anderer macht’s.“ und sich keiner mehr verstecken kann. Empfehle ich Ihnen Folgendes:

  • Bilden Sie Expertenteams: Wenn jeder andere Aufgaben und Fähigkeiten hat, kann sich keiner hinter dem Anderen verstecken.
  • Verkleinern Sie Ihre Teams: In kleinen Teams fallen „soziale Faulenzer“ leichter auf und unnötiger Streit wird vermieden.
  • Verteilen Sie gezielte Aufgaben an Teammitglieder: So werden alle sichtbar gemacht, das ist besonders wichtig für diese Personen, die selten eigenverantwortlich Aufgaben übernehmen.
  • Setzen Sie Termine: So werden die einzelnen Mitglieder aufgefordert das entsprechende Arbeitspensum zu erledigen.

Viel Spaß und viel Erfolg!

Martina Straub – Ihre Expertin für Aktive Machbarkeit

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